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SJB | Korschenbroich, 26.01.2018. Der Structured Solutions – Next Generation Resources Fund (WKN HAFX4V) war im vergangenen Handelsjahr die mit Abstand erfolgreichste Position in der SJB Verwaltungsstrategie SJB Surplus Z7+ und lieferte einen positiven Performancebeitrag von +53,24 Prozent in Euro. Ein perfekter Anlass für FondsManager und Rohstoffexperte Tobias Tretter, einen Rückblick auf 2017 mit einem Marktausblick für das gerade begonnene Jahr zu verbinden. Der Marktstratege von Commodity Capital berichtet, wie sich die Rohstoffmärkte insgesamt, besonders aber der Sektor für Batteriemetalle entwickelt haben und gibt einen Ausblick auf die zu erwartenden Entwicklungen in 2018. Den topaktuellen Marktausblick finden SJB FondsInvestoren hier.

2017 war ein sehr durchwachsenes Jahr für Rohstoffinvestoren, einzig der Sektor für Batteriemetalle konnte leicht zulegen. Im Allgemeinen war das vergangene Jahr insbesondere ein Jahr für Stockpicker und wir freuen uns mit den von uns gemanagten Fonds auf ein weiteres sehr erfolgreiches Jahr zusammen mit unseren Investoren zurückblicken zu können.

Insbesondere freuen wir uns über die Performance des Commodity Capital Global Mining Fonds, welcher in einem schwierigen Marktumfeld für Edel- und Basismetallaktien erneut kräftig zulegen konnte und hierbei von einigen Sondersituation und Erfolgsstories wie bspw. der Neuentdeckung eines Golddistrikts durch Novo Resources profitieren konnten.

Wie geht es nun im kommenden Jahr weiter und wie sind insbesondere die Aussichten für Batteriemetalle und Edel-/ Basismetalle?

Lassen Sie uns zuerst auf die Batteriemetalle blicken, welche in den vergangenen beiden Jahren mit Ausnahme von Zink alle anderen Metalle outperformen konnten. Lithium ist der Hauptprofiteur des Umstiegs vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb und wir sehen auch in den kommenden Jahren erhebliche Wachstumsraten. Wurden 2016 noch 180.000 Tonnen Lithiumäquivalent mit einem Marktwert von etwa 2 Mrd. USD gefördert, so dürfte die Produktion im Jahr 2017 bereits bei 220.000 Tonnen gelegen haben. Dies ist allerdings lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein schenkt man den neuesten Studien Glauben. Befanden sich im vergangenen Jahr lediglich 3 sogenannte Gigafabriken für Batterien im Bau bzw. in der Produktion, so sind es aktuell bereits 28. Die Prognosen für die Lithiumnachfrage müssen konstant nach oben korrigiert werden und beläuft sich aktuell bereits auf 1 Mio. Lithium für 2025 und 3 Mio. Lithium bis 2030.

Eine Nachfrage, welche selbst unter optimistischen Einschätzungen nicht bedient werden kann. Um die Produktion auf 1 Mio. Lithium zu verfünffachen bedarf es nicht nur 40 bis 50 neuer Projekte, sondern auch der entsprechenden Anzahl an Experten und Projekten. Und insbesondere an Experten mangelt es aktuell an allen Ecken und Enden. Zwar sehen wir keinerlei Probleme, eine extrem ansteigende Nachfrage langfristig zu bedienen, allerdings ist der Nachfrageanstieg zu kurzfristig, als dass die Industrie genügend Vorlauf hätte sich darauf einzustellen. Zudem benötigen die südamerikanischen Brine-Projekte, welche das Lithium aus Salzseen gewinnen, etwa 2 Jahre vom Produktionsbeginn eines neuen Projektes bis zum Verkauf des ersten Lithiums an die Industrie.

Insbesondere in den vergangenen 3 Monaten können wir innerhalb des Sektors auch eine verstärkte Aktivität chinesischer Firmen feststellen. Der Großteil der neuen Batterieproduktion kommt aus Asien und es gibt bereits die ersten Stimmen, welche davon sprechen, dass bis 2040 alle Verbrennungsmotoren aus China verbannt werden könnten. Wir gehen daher davon aus, dass die Unternehmen bzw. der Staat zu der Erkenntnis gekommen sind, dass es bis 2025 weniger um den Preis für Lithium am Weltmarkt gehen wird, sondern dass es in erster Linie um die Verfügbarkeit des Lithiums gehen wird. Wir erwarten hier eine deutliche Zunahme der Übernahme und Joint Venture Aktivitäten in den kommenden Monaten. Lithium bleibt weiterhin einer unserer großen Favoriten und wir sehen enormes Potential für neue Firmen mit guten Managementteams.

Kobalt ist ein weiterer großer Profiteur der Elektromobilität und wir sehen hier weiterhin enormen Bedarf an Projekten außerhalb des Kongos, welcher derzeit noch der Hauptproduzent ist. Allerdings mehren sich auch die Stimmen, welche eine andere Zusammensetzung der Lithiumbatterien prognostizieren und davon ausgehen, dass zwar der Lithiumanteil in den Batterien gleichbleiben wird, Kobalt jedoch weitestgehend durch Nickel ersetzt werden könnte. Bis zu einer kommerziellen Umsetzung dieser neuen Batterien werden zwar noch einige Jahre vergehen, dennoch lohnt sich sicherlich bereits für das kommende Jahr ein genauer Blick auf die Angebots-/ Nachfragesituation bei Nickel.

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