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Interview mit Tobias Tretter, Manager des Structured Solutions Next Generation Resources Fonds

  1. Herr Tretter, Sie sind Manager des Structured Solutions Next Generation Resources Fonds. Welche Strategie verfolgen Sie dabei und was bildet der Fonds konkret ab?

Der Fonds wurde bereits 2010 aufgelegt, da uns bereits zum damaligen Zeitpunkt das Potential für den Rohstoff Lithium bewusst wurde. Unsere ursprüngliche Idee, ein physisch hinterlegtes Zertifikat auf den Rohstoff Lithium, konnten wir aufgrund der spezifischen Eigenschaften von Lithium, dass es nicht löschbar und damit nicht in einem Safe lagerfähig ist, nicht umsetzen. Die einzig interessante Möglichkeit für unsere Kunden war daher ein Publikumsfonds, welcher direkt in die 25 größten Produzenten und Entwickler von Lithiumlagerstellen investiert. Wir wollten dabei bewusst nicht in die Batteriehersteller investieren, da diese im Gegensatz zu den Lithiumproduzenten langfristig nicht von den höheren Lithiumpreisen profitieren werden, sondern diese bezahlen müssen. Unsere Investoren sollten eine Möglichkeit erhalten am kommenden Boom nach Lithiumbatterien und somit der Nachfrage nach Lithium aufgrund der Elektroautos oder Powerwalls direkt zu profitieren ohne das Risiko eines Einzelinvestments eingehen zu müssen. Im vergangenen Jahr haben wir das Anlageuniversum des Fonds von reinen Lithiuminvestments auf Batteriemetalle umgestellt. Wir sind der Meinung, dass neben Lithium auch die Nachfrage nach Kobalt, Magnesium, Grafit oder auch Zink in den kommenden Jahren deutlich ansteigen wird und wollen unseren Investoren weiterhin die Möglichkeit geben am Boom für Lithiumbatterien zu profitieren.

  1. Ist ein derartiger Fonds, der auf einen marktengen Nischen-Rohstoff fokussiert nicht zu spezialisiert und damit zu risikobehaftet?

Ja und nein. Der Fonds ist sehr spezialisiert, doch der Erfolg des Lithiumsektors gab uns Recht.  Wir sehen weiterhin erhebliches Potential für den Rohstoff Lithium, sehen allerdings auch den Bedarf an den anderen für Lithiumbatterien benötigten Rohstoffen und haben daher mit der Umstrukturierung des Fonds auch unser Anlageuniversum vergrößert und damit das Klumpen-Risiko erheblich reduziert. Derzeit sind insbesondere die Rohstoffe Grafit, Kobalt oder Magnesium hoch interessant. So besitzt beispielsweise Kobalt in der Verwendung als Kathode einige überlegene Eigenschaften, wie eine schnellere Wiederaufladung der Batterie. Dies wird derzeit von den Batterieherstellern allerdings nicht in vollem Umfang genutzt, da der größte Teil der weltweiten Produktion aus dem Kongo stammt und damit keine verlässliche Rohstoffquelle darstellt. Zudem sind die Abbaubedingungen im Kongo als äußerst kritisch zu betrachten und nicht nur Investoren, sondern auch Abnehmer meiden diese Produktion. Der Bedarf an verlässlichen Quellen und ethisch und ökologisch sauber abgebautem Kobalt ist enorm und wird ein weiterer Trend in den kommenden Jahren sein. Wir haben den Fonds somit noch etwas breiter aufgestellt und können damit noch stärker diversifizieren. Hinsichtlich des Risikos denken wir, dass es nicht zu riskant ist. Sobald dieser Trend sich abschwächt und andere Rohstoffe aufgrund der demographischen Bevölkerungsentwicklung oder ihrer verminderten Exploration interessant werden, kann der Fonds sich jederzeit neu ausrichten. Der Fonds ist ein Nischenprodukt und ist als Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio gedacht. Wenn ein Investor an den Erfolg von Elektroautos oder Powerbanks glaubt, steht er vor der Wahl, Aktien von ein oder zwei Unternehmen aus dem Sektor zu kaufen oder eben einen spezialisierten Fonds. Aufgrund der Spezifikationen des Sektors sollten Anleger diversifizierte Fonds oder Zertifikate einem Direktinvestment vorziehen, um das Einzelaktienrisiko weitgehend zu minimieren. Dass es hierbei auch sinnvoll sein kann ein „Nischenprodukt“ langfristig im Portfolio zu besitzen, konnten wir vergangenes Jahr mit dem Gewinn des Lipper Fund Awards für den besten Rohstofffonds der vergangenen 3 Jahre beweisen.

  1. In den vergangenen 10 Jahren konnten immer mal wieder Blasenbildungen bei so genannten „Trend-Rohstoffen“ beobachtet werden. Man erinnere sich nur einmal an die Uranblase sowie den Hype um Seltene Erden, Graphit & Co. Warum sollte dies bei Lithium anders sein?

Hypes sind für die Anleger nicht unbedingt negativ. Wichtig ist nur, diese frühzeitig zu erkennen und auch rechtzeitig wieder aus diesen Märkten auszusteigen. Bei allen drei angesprochenen „Hypes“ war es jedes Mal ein Hype unter den Anlegern, welcher allerdings keine steigende Nachfrage seitens der Industrie als Grundlage hatte. Ja, bei Uran gab es eine steigende Nachfrage, bis zu den schlimmen Ereignissen in Fukushima. Seitdem treten die Kernkraftwerksbetreiber in Japan aber als Verkäufer anstatt als Käufer auf und sind der Hauptgrund für die fallenden Uranpreise. Bei Seltenen Erden gab es nie einen Engpass bei der Produktion der Rohstoffe, sondern bei deren Verarbeitung in den chinesischen Raffinerien. Und bei Grafit ist es einfach das Problem, dass die Nachfrage zwar analog zur Nachfrage nach Lithium ansteigt, es aber möglich ist Grafit zwar mit niedrigerer Qualität, künstlich herzustellen. Des Weiteren ist es selbst für „Experten“ schwierig einzuschätzen welches Rohstoffprojekt wirklich die richtige Qualität für den Endabnehmer, sprich den Batteriehersteller besitzt.

Bei Lithium sieht die fundamentale Situation gänzlich anders aus. Ich glaube Goldman Sachs gab in einer ihrer ersten Studien zum Thema Lithium die beste Antwort mit der Überschrift, dass Lithium das „new gasoline“, also das neue Benzin ist. Ich würde zwar nicht ganz so weit gehen und Lithium mit der Situation von Öl bzw. Kraftstoffen in den 1970er Jahren vergleichen, aber eines ist sicher: Der Umstieg auf Elektroautos und regenerative Energieträger und damit eine dezentrale Speicherung von Energie ist zum aktuellen Stand der Technik ohne Lithium-Ionen-Batterien nicht möglich. Das ist auch sehr gut an den massiven Investitionen seitens der Industrie in neue Batteriefabriken erkennbar, welche allesamt Lithium benötigen werden. Da Lithium zwar mengenmäßig einen erheblichen Teil einer Batterie ausmacht, aber lediglich für etwa 4-5% der Kosten einer Batterie verantwortlich ist, ist der Lithiumpreis letztendlich unbedeutend für die Herstellung der Lithium-Ionen-Batterien. Es geht lediglich um die ausreichende Versorgung mit Lithium. Und hier darf in Anbetracht der massiven Ausweitungen der Batterieproduktion durchaus gezweifelt werden, ob es uns zeitlich in den kommenden Jahren gelingen wird die Nachfrage mit neuer Produktion ausreichend zu bedienen.

  1. Worauf achten Sie bei Ihrer Einschätzung einer Lithium-Gesellschaft bzw. einer Lithium-Ressource besonders?

Bei einer Lithiumgesellschaft genauso wie bei jeder anderen Gesellschaft sollte der Investor zu allererst auf das Management achten. Wie ist der Track Record, wie stark ist das Management persönlich investiert und welche Investoren stecken hinter der Gesellschaft. Viele der „neuen“ Lithiumexplorationsfirmen, welche in den vergangenen Jahren eben in jedem einzelnen der oben angesprochenen „Hypes“ mit einem neuen Projekt aktiv waren, versuchen sich aktuell auch im Lithiumsektor als Glücksritter. Sie werden aber auch hier ebenso erfolglos wieder verschwinden wie sie es bislang immer getan haben. Es gilt also stark auf die entsprechende Qualität des Managements zu achten.

Hinsichtlich der Projekte muss in erster Line zwischen Brine-Projekten und Hard Rock Projekten unterschieden werden, also der Gewinnung aus ausgetrockneten Salzseen und dem konventionellen Verarbeiten von hartem Gestein. Für den Investor ist es hierbei von entscheidender Bedeutung neben Graden, Wirtschaftlichkeit, usw. insbesondere auch auf das Verhältnis von Magnesium zu Lithium zu achten. Ein zu hoher Anteil an Magnesium macht es unwirtschaftlich bis ganz unmöglich das Lithium Carbonat aus dem Salz herauszulösen. Als gutes Beispiel gilt eines der größten Reservate an Lithium: Der Salar de Uyuni, welcher zwar rund 50 bis 70% (!) der weltweiten Lithiumressourcen birgt, diese aber aufgrund eines Verhältnisses von über 20:1 von Magnesium zu Lithium sowie der geringeren Verdunstungsrate mit den aktuellen Extraktionsverfahren gänzlich unwirtschaftlich abzubauen sind. Des Weiteren sind insbesondere die Umweltaspekte zu beachten. Vor allem für die Gewinnung aus den Salzseen gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Bei der herkömmlichen Gewinnung durch die Verdunstung in großen Teichen wird viel Land benötigt und es muss darauf geachtet werden, dass die Natur nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch benötigen diese Projekte eine extrem lange Vorlaufzeit. So dauert es bis zu 2 Jahre nach der Produktionsaufnahme, bis das Unternehmen das erste Lithium verkaufen kann.

Darüber hinaus arbeitet die Industrie an neuen Verfahren Lithium aus Brines zu gewinnen. Diese neuen Verfahren bergen erhebliches Potential, allerdings werden noch einige Jahre vergehen bis sie für die kommerzielle Produktion eingesetzt werden können.

Das Hauptproblem des gesamten Sektors, dass es kaum Experten für Lithium gibt, wird sich allerdings nicht so schnell lösen lassen. Lithium ist im Gegensatz zur Gewinnung von Gold, Kupfer oder anderen Metallen in erster Linie ein chemischer Prozess und das Gewinnungsverfahren unterscheidet sich von Projekt zu Projekt erheblich.

  1. Bisherige Hauptabbaugebiete sind ja Südamerika und Australien, mit kleineren Operationen in China und den USA. Was denken Sie, wo werden in Zukunft die Hauptabbaugebiete für Lithium liegen?

Aktuell stammt der Großteil der Lithiumproduktion aus dem Länderdreieck Chile, Argentinien und Bolivien, da aufgrund des niedrigen Lithiumpreises insbesondere die Produktion aus den Salzseen günstiger und damit wirtschaftlich rentabel war. Lithiumvorkommen gibt es an sich weltweit und wir werden in der Zukunft verschiedenste Standorte für neue Lithiumproduktionen sehen. Aktuell liegt der Fokus der Industrie sehr stark auf Argentinien, da hier besonders günstige Abbaubedingungen vorliegen und es klare Vorschriften zum Abbau des Lithiums gibt, was den Unternehmen eine gewisse Sicherheit hinsichtlich der Bedingungen für die Genehmigungen gibt. Wir erwarten hier einen größeren Umschwung in Richtung Chile in den kommenden 6 Monaten. Bislang ist Lithium in Chile ein strategisches Metall und es ist nichtstaatlichen chilenischen Gesellschaften nicht erlaubt das Lithium abzubauen und auszuführen. Dies möchte die aktuelle chilenische Regierung jetzt ändern. Sie hat sich zum Ziel gesetzt der weltweit mit Abstand größte Lithiumproduzent zu werden und dies ist nur mit Investitionen ausländischer Gesellschaften möglich. Wir sehen Chile als sehr attraktiven Standort an und erwarten einen kleinen Goldgräberrush in den kommenden Monaten. Auch hier gilt es hinsichtlich Investitionen wieder insbesondere auf das Management zu achten.

Grundsätzlich glaube ich, dass die Anzahl der Hard Rock Projekte aufgrund der gestiegenen Lithiumpreise zunehmen wird und sich die Produktion stärker weltweit verteilen wird. Hauptabbaugebiete werden weiterhin Südamerika und Australien bleiben.

  1. Welche Rolle spielen die geplanten Gigafactories zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien in Zukunft für den Lithiummarkt?

Die Gigafactories sind der Schlüssel beziehungsweise der Motor für die Lithiumnachfrage und spielen eine entscheidende Rolle. Alleine die Gigafabrik von Tesla wird die weltweite Produktion von Lithiumbatterien verdoppeln. Elon Musk hat bereits den Bau von 5 weiteren Gigafabriken in Aussicht gestellt und möchte die neuen Standorte der Fabriken noch bis zum Ende diesen Jahres bekanntgeben. Aber nicht nur Tesla, auch BYD, Foxconn, LG oder auch Daimler bauen neue Gigafabriken und investieren mehrere Milliarden US$ in den Aus- und Aufbau neuer Batterieproduktionen. Die Produktion wird sich somit bis 2020 auf mindestens 87 GWh verdreifachen. Dabei geht es allerdings nicht nur um die Batterien für künftige Elektroautos, sondern insbesondere auch um die dezentrale Speicherung von regenerativen Energien mit Batterien.

Wie bereits erwähnt spielt der Lithiumpreis für die Kosten bei der Batterieherstellung eine eher geringe Rolle, so dass es in erster Linie um die Verfügbarkeit von Lithium geht. Die Gigafactories wollen sicherlich nicht ihre Produktion einstellen, weil zeitweise nicht genügend Lithium vorhanden ist. Der Lithiummarkt hat derzeit daher etwas von einem Wettlauf gegen die Zeit. Es gibt weltweit sicherlich genügend Lithiumressourcen, die massive Ausweitung der Produktion von Lithiumbatterien und damit die Nachfrage nach Lithium in den kommenden Jahren stellt die Minenunternehmen, welche in den vergangenen Jahren aufgrund der allgemeinen Krise im Minensektor kaum investiert haben, allerdings vor erhebliche Probleme. Die Prognosen für den Lithiumbedarf werden dabei kontinuierlich nach oben korrigiert und es gibt nicht wenige die bereits den Bedarf nach Lithium bis 2025 bei 1.000.000 Tonnen Lithium sehen. Die aktuelle Produktion von 200.000 Tonnen müsste sich in den kommenden Jahren also verfünffachen! In Anbetracht der langen Anlaufzeit neuer Projekte eine ziemlich utopische Vorstellung.

Die Frage für den Lithiumsektor in den kommenden Jahren lautet daher nicht: „Wie hoch ist der Lithiumpreis, sondern woher bekomme ich das Lithium und wie ist die Verfügbarkeit“

  1. Herr Tretter, kommen wir noch einmal zu Ihrem Fonds zurück. Welches sind die größten Einzelpositionen in Ihrem Fonds und warum?

Generell verfolgen wir – auch mit unserem globalen Mining Fonds – sehr stark den Lebenszyklus von Rohstofffirmen und sehen das mit Abstand beste Chance-Risiko Verhältnis bei den Juniorunternehmen, welche gerade in Produktion gegangen sind, oder aber in naher Zukunft in Produktion gehen werden. Dies sind die Unternehmen, welche die größten Risiken bereits erfolgreich überwunden haben und die potenziellen Übernahmeziele der großen Majors darstellen. Daher sind neben den etablierten großen Produzenten insbesondere Lithium Americas und Nemaska Lithium als die kommenden Produzenten übergewichtet. Während Lithium Americas unmittelbar vor dem Produktionsbeginn auf dem Chaucari-Olaroz Projekt in Argentinien steht, besitzt Nemaska eines der hochgradigsten und größten Hard Rock Projekte weltweit in der politisch sicheren Provinz Quebec und kann dort von den sehr niedrigen Strompreisen profitieren.

Wealth Minerals sollte der größte Profiteur der Öffnung des chilenischen Marktes sein und hat hier sicherlich die Pole Position inne.

  1. Welche Unternehmen, die aktuell nur eine geringe Gewichtung in Ihrem Fonds haben oder die (noch) gar nicht vertreten sind, haben Sie aktuell auf dem Schirm und warum?

Es gibt derzeit nahezu jeden einzelnen Tag neue Firmen, welche von den herausragenden Perspektiven im Lithiumsektor profitieren wollen. Allerdings gehe ich von einer stärkeren Konsolidierung in den kommenden 24 Monaten unter den Lithiumexplorationsfirmen aus, welche dafür sorgen wird, dass die „Promotion“-Unternehmen wieder verschwinden werden und sich die Investoren wieder auf die Unternehmen mit den besten Managementteams und den besten Projekten fokussieren werden. Eines der „neuen“ Unternehmen, bei welchem wir erhebliches Potential sehen ist Millennial Lithium. Das Unternehmen konnte still und leise ein sehr aussichtsreiche Lithium Brine Projekte in der Puna Region, in welcher auch die Projekte von Orocobre und Galaxy beheimatet sind, akquirieren. Des Weiteren konnte man mit Iain Scarr einen absoluten Experten verpflichten, welcher für mehrere weltweite Entdeckungen für Rio Tinto verantwortlich war und unter anderem mit dem Jadar Lithium Projekt in Serbien eines der aussichtsreichsten Lithiumvorkommen der Welt entdeckt hat.
Daneben sehen wir erhebliches Potential bei Standard Lithium, einem noch ziemlich jungen Lithiumunternehmen, welches neben Projekten in Utah auch über ein Projekt in Kalifornien verfügt, welches sehr zeitnah in Produktion gehen und den amerikanischen Markt und damit u.a. die Gigafabrik von Tesla mit Lithium versorgen könnte. Die weltweite Nachfrage nach Lithium wird in den kommenden Jahren mit den herkömmlichen Abbaumethoden kaum zu bewältigen sein. Und Standard Lithium verfügt in Utah über alte Ölfelder, welche neben Öl auch erhebliche Mengen an Lithium mit sich führen. Findet das Unternehmen einen Weg, das vorhandene Lithium preisgünstig zu fördern, würde dies ganz neue Möglichkeiten für den Lithiumabbau eröffnen. Nach vielfachen Gesprächen mit Industrieinsidern sind wir sehr optimistisch, dass der Abbau von Lithium aus alten Ölfeldern ökonomisch machbar ist und sehen erhebliches Potential für das Unternehmen, welches ebenfalls von einem hervorragenden Managementteam geleitet wird.

  1. Herr Tretter, eine abschließende Frage mit der Bitte um kurze Beantwortung: Sie haben bei Ihrer Kriterien-Auswahl unter anderem bereits das Management und das Magnesium-Lithium-Verhältnis genannt. Welche drei rein ökonomischen bzw. Projekt-spezifischen Kriterien sollten interessierte Lithium-Investoren in erster Linie beachten?

Wie sagt man immer unter Geologen: „grade is king“! Je hochgradiger ein Projekt ist, desto mehr Spielraum bietet es auch für mögliche Probleme oder Kostensteigerungen und es erhöht eben nicht nur die Rendite. Dabei gilt es aber zu beachten, dass Brines allgemein deutlich niedrigere Grade besitzen als Hard Rock Projekte, da sie einfach auch günstiger abzubauen sind.

Achten Sie auch auf die Infrastruktur. Wasser und Elektrizität sind entscheidende Faktoren, welche zum Wohl oder Verderben eines Projektes führen können. Achten Sie auf die Verfügbarkeit und die jeweiligen Kosten.

Als letzter Punkt sollte noch erwähnt werden, dass politische Rahmenbedingungen, sowie die Unterstützung der lokalen Bevölkerung ein wichtiges Investmentkriterium darstellen und nicht selten für das Scheitern eines Projektes verantwortlich sind. Zwar können sich die meisten Investoren nicht wie wir direkt vor Ort ein Bild über die Lage machen, allerdings ist es meist schon sehr hilfreich online die lokalen Zeitungen zu lesen.